Im Teilprojekt „Verständliche Sprache und wertschätzender Umgang im Kontakt mit Leistungsbeziehenden“ der Arbeitsgruppe „Qualitätsarbeit“ lag der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Jobcentern und den Leistungsbeziehenden. Eine klare, verständliche Sprache sowie ein respektvoller und empathischer Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern sind in den Jobcentern von zentraler Bedeutung, um die Integrationsprozesse zu fördern und das Vertrauen der Leistungsbeziehenden zu stärken. Besonders in den Bereichen, in denen Leistungsbeziehende in vulnerablen Lebenssituationen Unterstützung suchen, ist es essenziell, dass Kommunikation leicht verständlich und ohne Barrieren erfolgt.
Im Rahmen dieses Projekts wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die die Praxis der verständlichen Kommunikation in den Jobcentern untersuchten und weiterentwickelten. Ein zentrales Ziel war es, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit zwischen Jobcentern und Leistungsbeziehenden effizienter zu gestalten. Dabei wurde erkannt, dass verständliche Sprache nicht nur als ein optionales „Nice-to-have“ betrachtet werden kann, sondern vielmehr als strategischer Erfolgsfaktor für die Arbeit der Jobcenter verstanden werden muss.
Ein wichtiger Aspekt war die Förderung einer Fehler- und Lernkultur innerhalb der Jobcenter. Fehler und Missverständnisse sollten nicht als Scheitern, sondern als Lernchance für alle Beteiligten gesehen werden, wodurch eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen werden kann und auch komplexe Sachverhalte verständlich kommuniziert werden. Ein weiterer zentraler Punkt des Projekts war die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Bedeutung von Wertschätzung und Empathie im Kontakt mit Leistungsbeziehenden. Dies sollte nicht nur in der täglichen Arbeit reflektiert, sondern auch in die Organisation und Kultur der Jobcenter integriert werden.
In den teilnehmenden Jobcentern wurde bereits ein hohes Maß an Bewusstsein für die Relevanz verständlicher Sprache und wertschätzender Kommunikation entwickelt. Dennoch zeigte sich auch, dass insbesondere in stressigen oder konfliktbelasteten Situationen die Prinzipien der Wertschätzung und Verständlichkeit nicht immer konsequent umgesetzt werden können. Hierfür wurden Maßnahmen entwickelt, wie etwa das regelmäßige Reflektieren und Schulungen, die speziell in diese Richtung sensibilisieren sollen. Die Einführung von regelmäßigen Reflexions- und Austauschformaten sowie die Entwicklung von einheitlichen Leitbildern zur Verständlichkeit der Kommunikation wurden als besonders wichtig für den langfristigen Erfolg identifiziert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Teilprojekt deutlich gemacht hat, dass verständliche und wertschätzende Kommunikation weit mehr ist als ein bloßes „Add-on“. Sie ist ein fundamentaler Bestandteil einer bürgernahen Verwaltung, die das Vertrauen der Leistungsbeziehenden stärkt und die Effizienz der Jobcenter insgesamt steigert.