Das Teilprojekt „Auswahl und Nutzung der Kommunikationskanäle zwischen Jobcentern und den Leistungsbeziehenden“ der Arbeitsgruppe „Qualitätsarbeit“ befasste sich mit der Frage, wie Jobcenter ihre Kommunikationswege zukunftsfähig gestalten können, um sowohl den rechtlichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Leistungsbeziehenden gerecht zu werden.
Das Projekt zeigte, dass in den Jobcentern eine vielfältige Nutzung von Kommunikationskanälen erforderlich ist, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen. Digitale Kanäle wie Online-Portale, Apps und Videoberatung gewinnen zunehmend an Bedeutung, doch die analoge Kommunikation bleibt für viele Leistungsbeziehende nach wie vor unverzichtbar. Ein zentrales Ziel war es, eine ausgewogene Kanalstrategie zu entwickeln, die sowohl den digitalen Fortschritt berücksichtigt als auch die Bedürfnisse derjenigen Leistungsbeziehenden, die mit digitalen Angeboten nicht vertraut sind oder diese nicht nutzen können.
Im Rahmen des Projekts wurden bestehende Kommunikationsstrategien der Jobcenter evaluiert und neue Ansätze zur Nutzung digitaler Kanäle erarbeitet. Besonders hervorzuheben war die Herausforderung, die Digitalisierung so zu gestalten, dass sie nicht nur effizient ist, sondern auch den Zugang zu den Dienstleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Dabei zeigte sich, dass die Digitalisierung und die Nutzung neuer Kommunikationskanäle nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern in einem integrierten Ansatz mit der persönlichen Beratung und dem direkten Kontakt zwischen Mitarbeitenden und Leistungsbeziehenden stehen müssen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Schulung der Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Kommunikationskanälen. Digitale Kommunikationswege erfordern ein neues Set an Fähigkeiten und Kompetenzen, die durch gezielte Schulungen vermittelt werden müssen. Nur wenn Mitarbeitende sicher im Umgang mit digitalen Tools sind und gleichzeitig die Bedürfnisse der Leistungsbeziehenden im Blick behalten, kann eine effektive und bürgernahe Kommunikation erreicht werden. Ein besonders relevanter Aspekt war die Gewährleistung von rechtssicheren Prozessen bei der Nutzung digitaler Kanäle.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine moderne Kommunikationsstrategie für Jobcenter nicht nur die Implementierung neuer digitaler Kanäle umfasst, sondern auch eine klare Struktur für die Kombination dieser Kanäle mit bestehenden analogen Angeboten. Es wird empfohlen, die Nutzung der verschiedenen Kommunikationswege kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen, um sowohl die Effizienz der Verwaltung zu erhöhen als auch die Zufriedenheit und den Zugang der Leistungsbeziehenden zu optimieren.