Anja Opitz, Betriebsakquisiteurin im Jobcenter Chemnitz:
Für mich ist der Schlüssel, dass ich wirklich beide Seiten gut kenne – den Betrieb genauso wie die arbeitsuchende Person. Ich schaue mir jede Stelle genau an und gleiche das mit den Fähigkeiten und Rahmenbedingungen ab. Im Gespräch bringe ich die Stärken ganz bewusst ein und begleite oft auch den Termin. Gerade bei Vorbehalten schlage ich eine Erprobung vor, damit Betriebe selbst sehen, was die Person kann und wo sie sich entwickeln kann.
Christian Gärtner, Leitung im Jobcenter Vorpommern-Greifswald:
Gute Vermittlung ist ein echtes, anspruchsvolles Handwerk. Das wichtigste Werkzeug ist kein starrer Paragraf, sondern ein maßgeschneiderter Plan, der gelebte Chancengleichheit sichert und neue Wege eröffnet. Damit alle Bereiche – von Existenzsicherung über Beratung bis Vermittlung – nahtlos ineinandergreifen, schaffe ich als Geschäftsführer das verlässliche Fundament, um den Teams den Rücken freizuhalten. Qualität messe ich nicht nur an Statistiken, sondern an nachhaltigen Lebensperspektiven.
Jessica Zipper Teamleiterin Markt, und Integration im Jobcenter Barnim, Bernau:
Gute Vermittlung entsteht dort, wo Vermittlerinnen und Vermittler Freiräume erhalten und in der Zusammenarbeit beharrlich bleiben. Wir arbeiten mit Menschen und ihren Lebensgeschichten, nicht mit abstrakten Stellengesuchen. Spontane Begleitungen zu Gesprächen, direkte Kontakte zu Arbeitgebern und ein belastbares regionales Netzwerk machen oft mehr möglich als standardisierte Abläufe. Gute Vermittlung heißt für mich deshalb, individuelle Wege zuzulassen, Netzwerke gezielt zu nutzen und Prozessgeduld an den Tag zu legen.
Tobias Geist, Qualitätsmanager im kommunalen Jobcenter Miesbach:
Zentral ist das grundlegende Verständnis dafür, dass der Fokus bei der Vermittlungsarbeit neben dem Beratungsergebnis auch auf dem Beratungsprozess liegen muss. Damit dieser Prozess effizient ablaufen kann, schaffe ich im Jobcenter die notwendigen Rahmenbedingungen und optimiere diese stetig weiter. Praktische Arbeitshilfen, einheitliche und transparente Prozesse sowie offener Austausch auch über Teamgrenzen hinweg – das sind einige der wichtigsten Bausteine meiner Arbeit!
André Stelzer, Fachbereichsleiter Leistung und Recht im kommunalen Jobcenter Wuppertal:
Aus Sicht der Leistung ist gute Vermittlung das entscheidende Gegenstück zu unserer Arbeit. Unsere Aufgabe ist es doch, den Lebensunterhalt der Menschen so lange sicher zu stellen wie nötig. Und es hängt von guter Vermittlung ab, wie lange das sein wird. Wir brauchen engagierte Integrationsfachkräfte, die die Menschen verstehen und das richtige Gespür dafür haben, wie sie ihnen ein Stück Unabhängigkeit zurückgeben können. Wir in der Leistung unterstützen dabei, indem wir verhindern, dass Angst um das materielle Überleben der Arbeitssuche im Weg steht.
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