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Digitalisierung in den Jobcentern
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Rückblick: Politische Entwicklungen im Fokus

„Wie können sich Jobcenter auf die kommenden Gesetzesänderungen vorbereiten?“: Um diese Frage ging es im November in einer Werkstatt in Augsburg.

Die bevorstehenden Änderungen im SGB II stellen die Jobcenter vor neue Umsetzungsaufgaben. Sie betreffen nicht nur die Leistungsgewährung, sondern auch die Vermittlung und die strategische Ausrichtung der Häuser. Die eintägige Werkstatt mit Geschäftsführungen der Jobcenter in Augsburg am 18. November 2025 bot Raum, um sich gemeinsam vorzubereiten. Führungskräfte aus 17 gemeinsamen Einrichtungen und einem kommunalen Jobcenter tauschten sich zu Fragen aus, wie: Welche Gesetzesänderungen sind in Planung und welche Erwartungen an die Jobcenter damit verbunden? Und: Welche strategischen Weichenstellungen sind erforderlich, um diese Erwartungen zu erfüllen? Außerdem ging es um mögliche Konflikte vor Ort und die Frage, wie sich Jobcenter kommunikativ positionieren können.

Herausforderungen und Chancen im Dialog

Im Plenum und in Kleingruppen diskutierten die Führungskräfte intensiv die geplanten Änderungen in der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Sie begrüßten unter anderem mehr Verbindlichkeit im Integrationsprozess, den Wegfall des Schlichtungsverfahrens und die Stärkung der Vermittlung durch neue Zumutbarkeitsregeln. Zugleich aber gelte es, diese rechtssicher zu formulieren, so die Teilnehmenden.  

Ihre Schlussfolgerung: Um die Gesetzesänderungen erfolgreich umzusetzen, müssen die Jobcenter strategische Weichen stellen. Dazu gehören auch Investitionen in die Qualifizierung der eigenen Mitarbeitenden und die Entwicklung guter Kommunikationsstrategien. Eigene strategische Prioritäten setzten die Teilnehmenden zudem bei der Anpassung der eigenen Vermittlungsstrategien, der Digitalisierung und der Zusammenarbeit mit Zoll und Strafverfolgungsbehörden bei Fällen des Leistungsmissbrauchs.

Über die eigene Arbeit erzählen

Unabhängig davon, wie die Änderungen 2026 konkret ausfallen, steht fest: Die Jobcenter müssen ihre Arbeit vor Ort unterschiedlichen Zielgruppen vermitteln. Daher fokussierten sich die Teilnehmenden am Nachmittag auf konkrete Aufgaben und Ideen der Öffentlichkeitsarbeit. 

Wie Jobcenter ihre Arbeit besser vermitteln können, veranschaulichten beispielsweise Vertretungen der Berliner Jobcenter über ihr Projekt „Hidden Champions“: In den sozialen Medien stellen sie Jobcenter-Mitarbeitende und ihre Aufgaben vor, um die Arbeit in den Jobcentern transparent zu erklären.

Weichen für 2026 stellen 

Die Diskussionen in Augsburg machten deutlich: Die geplanten Änderungen im SGB II wirken sich erheblich auf die Arbeit der Jobcenter aus. Sie betreffen nicht nur Prozesse, sondern auch strategische Entscheidungen. Im Fokus für die Jobcenter stehen im kommenden Jahr deshalb klare Kommunikationsstrukturen, angepasste Vermittlungsstrategien und die Qualifizierung der Mitarbeitenden für die neuen Anforderungen. 

Zu dieser Werkstatt der Servicestelle SGB II erscheint in Kürze eine Dokumentation im Extranet. 

Lust auf mehr Fachaustausch?

Sie wollen an einer Veranstaltung der Servicestelle SGB II teilnehmen? Die Termine für das kommende Jahr werden in Kürze auf sgb2.info veröffentlicht.