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Kooperation und Schlichtung

Der Kooperationsplan im Jobcenter Mannheim

Der Kooperationsplan setzt auf Zusammenarbeit und Eigenverantwortung. Carl Philipp Schöpe, Geschäftsführer des Jobcenters Mannheim, erklärt wie der Kooperationsplan vor Ort umgesetzt wird und welche Chancen er bietet.

Diego Bernich Photography

Wie sieht der Kooperationsplan im Jobcenter Mannheim aus?

Carl Philipp Schöpe: Wir haben unseren Mannheimer Kooperationsplan selbst konzipiert. Bei uns ist eine grobe Gliederung vorgegeben. Aber wir haben das sehr offen gehalten und uns bewusst gegen Textbausteine entschieden. Die Mitarbeitenden können im Einzelfall auch von der Gliederung abweichen. Wichtig ist, dass alles auf eine Seite passt und in einfacher Sprache gehalten ist. Das ist auch für die Bürgerinnen und Bürger wichtig, die noch nicht so gut Deutsch können.

Was steht im Mannheimer Kooperationsplan?

Carl Philipp Schöpe: Es geht darum, Ziele zu formulieren, wo die Menschen hinwollen. Wenn dafür eine zusätzliche Qualifikation notwendig ist, nehmen wir das in den Kooperationsplan auf. Aber oft geht es erst einmal um Zwischenschritte auf dem Weg dahin: Beispielsweise ein bestimmtes Sprachniveau zu erlangen oder einen Schulabschluss nachzuholen. Nicht 20 Schritte, sondern nur: Was kommt als nächstes? Das wird im Kooperationsplan festgehalten. Und: Was kann das Jobcenter tun, damit diese Ziele erreicht werden können – und was müssen die Leistungsbeziehenden tun?

Welche Chancen sehen Sie im Kooperationsplan?

Carl Philipp Schöpe: Verbindlichkeit beginnt damit, dass die Leistungsbeziehenden verstehen, was gemeinsam festgelegt wurde. Daran hat es meines Erachtens bei vielen Eingliederungsvereinbarungen gefehlt. Insofern liegt für mich die Chance des Kooperationsplans darin, durch einfache Sprache und ein leicht zu überblickendes Dokument mehr Transparenz und somit mehr Verbindlichkeit in den Integrationsprozess zu bringen.

Was sollte ein Kooperationsplan enthalten? Die wichtigsten Inhalte auf einem Blick:

  • Der Plan: Ein langfristiges Ziel für die leistungsberechtigte Person. Zum Beispiel: "Ich will wieder in meinem Beruf als Friseurin arbeiten."
  • Der Weg: Nächste Schritte, die die leistungsberechtigte Person unternehmen will, um eine Arbeit zu finden. Zum Beispiel: "Ich suche mir einen Deutsch-Kurs und ein Bewerbungs-Training."
  • Gezielte Unterstützung: Wie das Jobcenter hilft, damit die vereinbarten Ziele erreicht werden. Zum Beispiel: "Das Jobcenter vermittelt Adressen und übernimmt die Kosten für Sprachkurs und Bewerbungstraining."
  • Verabredungen: Wann könnte der nächste Termin stattfinden?
  • Bei Fragen und Notfällen: Kontaktmöglichkeiten des Jobcenters

Steckbrief

  • Standort: Jobcenter Mannheim
  • Organisationsform: gemeinsame Einrichtung
  • Anzahl der Beschäftigten: 445
  • Anzahl der Leistungsbeziehenden: 29.400
  • Projekt: Kooperationsplan
  • Thema: Kooperation und Schlichtung

Schicken Sie uns gerne Ihre Rückfragen und Anregungen zum Ideenkompass Bürgergeld. Wir freuen uns auch über neue Praxisbeispiele und den Austausch mit Ihnen. Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.