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Die Gesundheitsexperten

16. September 2017

Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen – Das Jobcenter

Lupe auf Personen über Zahnräder in verschiedenen Farben

Seit wann besteht das Netzwerk? 2016
Zielgruppen: Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen
Schwerpunkte: Gesundheitsförderung, Ernährung; Bewegung und Motivation

Im Jobcenter Gelsenkirchen wurde am 01.01.2016 ein Projektteam „ABCaktiv“ etabliert, in das unter anderem Elemente aus der Idee der Netzwerke ABC übernommen worden sind. Hierzu gehören insbesondere auch die gesundheitsfördernden und sozialintegrativen Module aus dem im Jahr 2015 beendeten Bundesprogramm Perspektive 50plus („Best Ager“). Das Team betreut marktferne, langzeitarbeitslose Kundinnen und Kunden (circa 900 Personen). Ungefähr 600 weitere Personen haben daneben zum Teil erhebliche gesundheitliche Einschränkungen.

Ziel ist es, die Kundinnen und Kunden mit ihren individuellen Problemlagen, Stärken und Schwächen noch besser kennenzulernen und ihnen gebündelte Unterstützungsleistungen anzubieten, mit denen soziale, psychische und gesundheitliche Vermittlungshemmnisse ebenso wie fehlende Schul- oder Berufsabschlüsse angegangen werden können. Das Netzwerk ABC kooperiert mit einem Bildungsträger im Bereich Ernährung, Bewegung und Motivation. Hier werden circa 30 Module durch den Träger, in Zusammenarbeit mit örtlichen Fitnessstudios, Dozentinnen und Dozenten sowie weiteren externen Dienstleistern vorgehalten. Seit Mai 2016 wurden mehr als 4.000 Teilnahmeplätze dieser Module besetzt.
Über das Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ gibt es zudem eine Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Hierüber kann bei Bedarf eine Präventivsprechstunde bei örtlichen Trägern im Bereich psychosozialer Beratung angeboten werden.

Sobald der Bezug zum Arbeitsmarkt wiederhergestellt ist, bietet das Team seinen Kundinnen und Kunden Unterstützung im Rahmen einer assistierten Vermittlung an. Hier finden zum Beispiel Betriebsbesichtigungen statt, es erfolgt die Begleitung zu Arbeitgebern oder die Unterstützung bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Bei der Besetzung des Teams wird besonderer Wert darauf gelegt, Mitarbeitende zu gewinnen, die aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit, ihrer beruflichen oder persönlichen Ausbildung dazu beitragen können, viele Bereiche für eine gute Netzwerkarbeit abzudecken. Dazu gehören Kenntnisse aus der Arbeit bei Krankenkassen, Erfahrungen im Bereich der Ernährungswissenschaften, sportliche Aktivitäten (z. B. Trainer) und des Fallmanagements.

Zum Pressebericht des Deutschlandfunks

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