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Rückblick: Praktiker-Workshop
„Qualifizierung“ im BMAS

6. Dezember 2017

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für die Jobcenter ein wichtiges Thema. Auf einem Praktiker-Workshop am 22.11.2017 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) stand das Thema „Qualifizierung“ im Fokus.

Welche Bedarfe haben die Jobcenter an die Organisation der Weiterbildung? Wo können bestehende Fortbildungs-Angebote der Bundesagentur für Arbeit (BA) verbessert und ausgebaut werden? Und was können die Geschäftsführungen der Jobcenter leisten, um die Weiterbildungskultur im eigenen Haus zu fördern?

Zu diesen und weiteren Fragen tauschten sich beim Praktiker-Workshop Geschäftsführungen von zehn gemeinsamen Einrichtungen mit Vertreterinnen und Vertretern des BMAS und der BA aus. Im Nachgang der Veranstaltung systematisierten BMAS und BA die Workshop-Ergebnisse und leiteten kurz- und längerfristige Handlungsbedarfe ab.

Hohe Bedarfe in der Grundqualifizierung

Viele neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern sind heute Quereinsteiger oder Berufsanfänger. Damit sie im komplexen Rechtsgebiet des SGB II das passende Rüstzeug an die Hand bekommen, liegt vielen Geschäftsführungen die Grundqualifizierung besonders am Herzen. Hier wünschen sie sich u.a. eine längerfristig angelegte Personal- und Bedarfsplanung, eine engere Verzahnung von Theorie und Praxis sowie eine stärkere Berücksichtigung der Belange des SGB II in der rechtskreisübergreifenden Ausbildung. Problematisch sind für die Jobcenter auch Wartezeiten zwischen Einstellungs- und Weiterbildungsbeginn.

„Gute Noten“ für Führungskräfte-Entwicklungsprogramm

Mit Blick auf die Fortbildungsinhalte lobten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops insbesondere das Führungskräfte-Entwicklungsprogramm sowie die fachliche Tiefe und Vielfalt der Angebote in den Kompetenzzentren der BA in Weimar und Northeim. Für das Führungskräfte-Entwicklungsprogramm sei die Nachfrage daher auch höher als die Angebotskapazität. Mehr Fortbildungen wünschen sie sich u.a. zu Fragen des Change Managements und der Digitalisierung der Arbeitswelt (Schlagwort: Arbeiten 4.0).

Regionale Angebote stärken

Wesentlich bei allen Aus- und Weiterbildungsangeboten sind die individuellen Bedarfe der einzelnen Jobcenter. Bei 407 Jobcentern in Deutschland mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen stellt die Organisation passgenauer Fortbildungen den Weiterbildungsanbieter BA vor besondere Herausforderungen. Eine Lösung könnten mehr regionale Angebote sein. Dabei machte der Workshop auch deutlich, dass nicht alle Lösungen, die die BA für regionale Schulungsbedarfe bereits anbietet, in der Fläche gleichermaßen bekannt sind. Auch die Servicestelle SGB II und der von ihr betreute bildungsmarkt sgb2 will zukünftig dazu beitragen, vor allem regionale Aus- und Weiterbildungsangebote stärker bekannter zu machen. Auch über Pilotierungen neuer Fortbildungsangebote, an denen Vertreterinnen und Vertreter der Jobcenter regelmäßig beteiligt sind, kann die Servicestelle SGB II ergänzend informieren.

Alle Geschäftsführungen und -leitungen der Jobcenter können das Fotoprotokoll des Praktiker-Workshops im Extranet einsehen.