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„MitArbeit“: Neue Arbeitsmarktinstrumente geplant

11. Juni 2018

„MitArbeit“ nennen sich zwei vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgeschlagene neue Arbeitsmarktinstrumente, die langzeitarbeitslosen Menschen eine echte Beschäftigungsperspektive geben sollen.

Stellt ein Arbeitgeber einen Langzeitarbeitslosen ein, der länger als sechs Jahre Arbeitslosengeld II bezogen und in der Zeit nicht gearbeitet hat, kann der Arbeitgeber in den ersten beiden Jahren einen Zuschuss von 100 Prozent des gezahlten Arbeitsentgelts erhalten; ab dem dritten Jahr wird der Zuschuss um zehn Prozentpunkte jährlich gekürzt. Zudem erhält der/die Beschäftigte eine begleitende Betreuung (Coaching), um bei der Wiedereingewöhnung ins Arbeitsleben unterstützt zu werden. Die Förderung ist für maximal fünf Jahre vorgesehen. Gefördert wird gute Arbeit in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung – in der freien Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder bei Kommunen.

Doch „MitArbeit“ setzt schon vorher an: Auch bei Personen, die erst zwei Jahre arbeitslos sind, soll mit einem Lohnkostenzuschuss und Coaching die Beschäftigungsaufnahme gefördert werden. Diese Förderung ist für zwei Jahre vorgesehen: Im ersten Jahr wird ein Zuschuss in Höhe von 75 Prozent, im zweiten Jahr in Höhe von 50 Prozent des gezahlten Arbeitsentgelts gewährt. Die Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die Personen nach Ende der Förderung sechs weitere Monate zu beschäftigen.

Die Entscheidung, welche Langzeitarbeitslose mit den Instrumenten unterstützt werden, liegt bei den Fachkräften der Jobcenter. Die oben genannten Fördervoraussetzungen müssen natürlich erfüllt sein

Für „MitArbeit“ werden den Jobcentern bis 2022 insgesamt vier Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die neuen Instrumente treten nach derzeitiger Planung am 1. Januar 2019 in Kraft.

Nähere Informationen gibt es hier.