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Sozialer Arbeitsmarkt

18. Dezember 2018

Soziale Teilhabe ermöglichen, Fähigkeiten verbessern und Beschäftigungschancen erhöhen: Das sind die Ziele des Gesamtkonzepts „MitArbeit“, mit dem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Langzeitarbeitslosigkeit abbauen will. Wenn das Teilhabechancengesetz am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, eröffnen sich für Jobcenter neue Fördermöglichkeiten für langzeitarbeitslose Menschen auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt.

Was ist neu am Teilhabechancengesetz?

– Es wird kein neues Bundesprogramm aufgelegt, sondern es wurden zwei neue Regelinstrumente (§ 16e-neu und § 16i) im SGB II aufgenommen.

– Die geförderten Tätigkeiten müssen nicht mehr „gemeinnützig“ und „wettbewerbsneutral“ sein und auch nicht im öffentlichen Interesse liegen.

– Coaches begleiten die geförderten Beschäftigten und helfen bei Problemen am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Alltag.

Die Instrumente richten sich an zwei Zielgruppen:

1. Menschen über 25, die mindestens sechs Jahre Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt waren: Stellt ein Arbeitgeber sie sozialversicherungspflichtig ein, erhält er in den ersten beiden Jahren einen Lohnkostenzuschuss in Höhe von 100 Prozent. In jedem weiteren Jahr sinkt der Zuschuss um zehn Prozent. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre. Zudem sind in diesem Zeitraum notwendige Qualifizierungen und Praktika förderfähig.

2. Menschen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind: Stellt ein Arbeitgeber sie sozialversicherungspflichtig ein, erhält er im ersten Jahr einen Lohnkostenzuschuss in Höhe von 75 Prozent, im zweiten Jahr in Höhe von 50 Prozent.

Den Jobcentern werden zur Umsetzung des Gesamtkonzeptes „MitArbeit“ bis 2022 zusätzlich vier Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Sie wählen die Personen, die gefördert werden, aus – sie kennen sie schließlich am besten. Mit den neuen Instrumenten ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jobcenter möglich, gezielt nach passenden Arbeitgebern und Stellen zu suchen, die ausgewählten langzeitarbeitslosen Leistungsberechtigten intensiv zu betreuen, individuell zu beraten und wirksam zu fördern. So öffnen sich neue Perspektiven, um wieder für sich selbst zu sorgen und selbstbestimmt zu leben.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BMAS.