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"Chance Zukunft" für junge Menschen

21. Dezember 2018

"Ich bin selbstbewusster geworden und habe gelernt, mich um meine persönliche und berufliche Zukunft zu kümmern." So blickt eine Teilnehmerin auf ihre Zeit im NRW-weiten Modellprojekt "Chance Zukunft" zurück. Von September 2015 bis Dezember 2018 lief das vom ESF geförderte und durch die Jobcenter ko-finanzierte Projekt. Die Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene im SGB II mit Familienproblemen, gesundheitlichen Einschränkungen, Suchterfahrungen, fehlender Berufserfahrung, einer schwierigen Wohnsituation oder traumatischen Erlebnissen. Niedrigschwellig kümmerten sich Coaches und Jobcenter zunächst darum, die persönliche Situation der jungen Menschen zu stabilisieren. Erst im zweiten Schritt bereiteten die Projektbeteiligten sie auf den Weg zurück in Schule, Ausbildung oder Arbeit vor, zum Beispiel mit Schnuppertagen in verschiedenen Berufen.

Insgesamt 28 Jobcenter und 10 Berufsbildungswerke beteiligten sich am Modellprojekt. Von den knapp 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verblieben die meisten rund ein Jahr im Projekt. Laut Fallmanagement war die Teilnahme von rund der Hälfte der jungen Menschen erfolgreich. 40 Prozent sind auch sechs Monate nach Projektaustritt (weiter) sozialversicherungspflichtig beschäftigt, in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung oder einer Maßnahme. Rund 80 Prozent der Jobcenter im Projekt wollen das Modell fortführen.

Das Projekt entstand in einer Kooperation des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Zum Projektabschluss veröffentlichte das Ministerium jetzt die Ergebnisse sowie Interviews, Porträts und Praxisberichte.

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