Navigation und Service

Glossar

Das Glossar erläutert Fachbegriffe aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Wenn Sie einen Buchstaben auswählen, erhalten Sie eine Liste von Begriffen mit dem passenden Anfangsbuchstaben. Über das Suchtextfeld können Sie gezielt nach Begriffen suchen.

Suchbegriff eingeben

Suchergebnisse

  • In einer gemeinsamen Einrichtung nehmen in Deutschland verschiedene Leistungsträger der sozialen Sicherung Aufgaben unter einem Dach wahr, damit die Anspruchsberechtigten Leistungen aus einer Hand beantragen können, so etwa der kommunale Träger, also Kreis und kreisfreie Stadt, und die Agentur für Arbeit im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Viele Länder in der Europäischen Union verfolgen diese Art des Bürokratieabbaus, um Hilfesuchenden durch ein möglichst ganzheitliches Unterstützungsangebot die (Wieder-)Eingliederung in Arbeit oder in die Gesellschaft zu erleichtern.

  • In Deutschland ist die geringfügige Beschäftigung auch unter den Bezeichnungen Minijob oder 450-Euro-Job bekannt und kann bei einem gewerblichen Arbeitgeber oder in einem privaten Haushalt ausgeübt werden. Für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die ab 1. Januar 2013 aufgenommen wurden, gilt grundsätzlich Rentenversicherungspflicht. Geringfügige Beschäftigungen, die vor dem 1. Januar 2013 rentenversicherungsfrei waren, bleiben versicherungsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung, solange die monatliche Entgeltgrenze von 400 EUR nicht überschritten wird. Eine Entgelterhöhung führt zum Wegfall dieser Bestandsschutzregelung. Für geringfügig Beschäftigte in Deutschland besteht das Anrecht auf Erholungsurlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und an Feiertagen sowie eine Versicherung gegen Arbeitsunfälle.

  • Entgeltbereich, innerhalb dessen besondere Regelungen bei der Beitragstragung gelten. Das Einkommen bei einem sogenannten Midijob (bis 850 €-Euro im Monat) liegt oberhalb des Einkommens bei geringfügiger Beschäftigung. In der Gleitzone besteht Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung, und der Arbeitnehmerbeitrag steigt linear von rund 11 Prozent bis zum vollen Arbeitnehmeranteil.

  • Arbeitslosengeld II (ALG II) ist in Deutschland die Grundsicherung für Arbeitsuchende, die – wie in vielen anderen EU-Mitgliedstaaten – auf das befristete Arbeitslosengeld folgt. Das ALG II ist eine Geldleistung für Hilfebedürftige, die arbeiten können, aber keine Arbeit finden oder mit ihrem Einkommen nicht genug Geld für ihren Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt der mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Menschen verdienen. Zusätzlich helfen ihnen die Leistungen der aktiven Arbeitsförderung und spezielle Beratungsangebote, wieder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Umgangssprachlich wird das ALG II auch Hartz IV genannt: Peter Hartz war der Leiter einer Kommission, die die Arbeitsmarktgesetzgebung erneuert hat. In der Leistung sind seit 2005 die ehemalige Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zusammengefasst. Der Grundgedanke des ALG II, Leistungsberechtigte zugleich zu fordern und zu fördern, findet sich in den sozialrechtlichen Regelungen der meisten EU-Mitgliedstaaten wieder.

  • Bedürftigkeitsabhängige Leistung in Deutschland für über 65-Jährige und aus medizinischen Gründen dauerhaft voll Erwerbsgeminderte ab dem 18. Lebensjahr.

  • Der Gründungszuschuss ist ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, das sich an Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld richtet, die durch die Aufnahme einer Selbstständigkeit Ihre Arbeitslosigkeit beenden möchten. Der Gründungszuschuss dient dabei zur Sicherung des Lebensunterhalts und der sozialen Sicherung in der ersten Zeit nach der Existenzgründung.