Bedarfsgemeinschaft

Als Haushaltseinheit zur Berechnung von Geldleistungen, die der sozialen Mindestsicherung dienen (Sozialhilfe, Grundsicherung), legen die meisten EU-Mitgliedstaaten die Einzelperson bzw. die in einer Haushaltsgemeinschaft lebenden Personen zugrunde. Letztere sind zumeist der Leistungsberechtigte, sein (Ehe-)Partner und minderjährige bzw. unterhaltsberechtige Kinder. In Deutschland heißt dies "Bedarfsgemeinschaft". Ihr Bedarf ermittelt sich aus der Summe der maßgebenden Regelbedarfe der Mitglieder der Gemeinschaft, plus eventueller Mehrbedarfe, plus Kosten der Unterkunft und Heizung sowie Bildungs- und Teilhabebedarfe der Kinder. Dabei wird das Einkommen und Vermögen des Antragstellers sowie das des Partners berücksichtigt, soweit es die Freibeträge übersteigt. Das Einkommen und Vermögen der Kinder wird nur für ihren eigenen Bedarf, jedoch nicht für den Bedarf der Eltern berücksichtigt.