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Kennzahlen-Glossar

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  • Sanktionen sind Leistungskürzungen im Falle von Pflichtverletzungen durch die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB). Sie können vom zuständigen Träger ausgesprochen werden, wenn der/die Leistungsberechtigte

    • sich weigert, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit aufzunehmen oder fortzuführen oder deren Anbahnung durch sein/ihr Verhalten verhindert,
    • sich weigert, die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten zu erfüllen,
    • zumutbare Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit nicht antritt, abbricht oder Anlass zu deren Abbruch gibt oder
    • Meldepflichten gegenüber dem zuständigen Träger nicht nachkommt oder zu festgesetzten Terminen nicht erscheint.

    Die Höhe der Sanktion wird prozentual am Regelbedarf ermittelt; in der Regel 30 %, bei Meldeversäumnissen 10 % des Regelbedarfs. Sanktionen mindern das Arbeitslosengeld II. Bei wiederholter Pflichtverletzung kann das Arbeitslosengeld II vollständig entfallen.

  • Als selbständige Erwerbstätigkeit gelten Phasen der Selbständigkeit entsprechend der Definition des § 7 Abs. 1 SGB IV sowie Phasen, in denen als mithelfende/r Familienangehörige/r gearbeitet wurde. Mithelfende Familienangehörige sind Haushaltsmitglieder, die ohne Lohn oder Gehalt und Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung im Unternehmen eines anderen Haushaltsmitglieds oder von (nicht im selben Haushalt wohnenden) Verwandten mitarbeiten. Die wöchentliche Arbeitszeit ist für die Zählung unerheblich.

  • Sozialgeld ist eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (NEF). Sie ist Bestandteil der Gesamtregelleistung.

  • Zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen insbesondere

    • Auszubildende,
    • Altersteilzeitbeschäftigte,
    • Praktikanten,
    • Werkstudierende und
    • Personen, die aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zur Ableistung von gesetzlichen Dienstpflichten (z. B. Wehrübung) einberufen werden,
    • behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten oder gleichartigen Einrichtungen,
    • Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Berufsbildungswerken oder ähnlichen Einrichtungen für behinderte Menschen sowie
    • Personen, die ein freiwilliges soziales, ein freiwilliges ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst ableisten.

    Nicht zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gezählt werden geringfügig Beschäftigte, da für diese nur pauschale Sozialversicherungsabgaben zu leisten sind. Nicht einbezogen sind zudem Beamte/innen, Selbständige und mithelfende Familienangehörige, Berufs- und Zeitsoldaten/innen, sowie Wehr- und Zivildienstleistende.

  • Der Stichtag bezeichnet ein Datum, auf das sich ein bestimmter Sachverhalt bezieht. In der Statistik wird der Bestand von Merkmalsträgern, beispielsweise Arbeitslose, zum Stichtag abgebildet. Die Termine liegen typischerweise etwa in der Mitte eines Kalendermonats.

    Eine Übersicht der Stichtage und der Veröffentlichungstermine der Statistik der Bundesagentur für Arbeit findet sich unter

    http://statistik.arbeitsagentur.de