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Kennzahlen-Glossar

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  • Zugänge in den Langzeitleistungsbezug sind alle Langzeitleistungsbeziehenden (LZB) im Bestand des aktuel-len Monats, die zum Stichtag des Vormonats keine LZB waren. Es führen zwei Konstellationen zu einem Zugang in den Langzeitleistungsbezug:

    Zugänge in den Langzeitleistungsbezug sind alle LZB zum statistischen Stichtag des aktuellen Monats, die zum Stichtag des Vormonats

    1. nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte waren oder
    2. innerhalb der vergangenen 730 Tagen weniger als 638 Tage erwerbsfähige Leistungsberechtigte waren.

    Auf diese Weise werden alle Zugänge in den Bestand der LZB zwischen zwei Stichtagen ermittelt. Zugänge LZB umfassen (a) Übergänge von Bestandspersonen in den Langzeitleistungsbezug, (b) erneute Zugänge in Hilfebedürftigkeit und gleichzeitigen Langzeitleistungsbezug sowie (c) Übergänge in Erwerbsfähigkeit und gleichzeitigen Langzeitleistungsbezug. Durch den Vergleich der Bestände von zwei aufeinanderfolgenden Monaten kann jede Person nur einmal in einem Monat in den Langzeitleistungsbezug zugehen. Während nach dem statistischen Bewegungskonzept jeder Statuswechsel einer Person zwischen zwei Stichtagen von „nicht im Bestand“ zu „im Bestand“ – ggf. auch mehrfach – als Zugang gezählt wird, werden beim Bewegungskonzept für LZB lediglich Zugänge durch die Veränderung bestimmter Merkmale und den Vergleich von zwei Beständen ermittelt. Da die Dauer jobcenterübergreifend ermittelt wird, wird ein Jobcenterwechsel zwischen zwei Stichta-gen nicht als Abgang beim ehemaligen und Zugang beim neuen Jobcenter gezählt, da hier effektiv kein Lang-zeitbezug beendet bzw. begonnen wurde.

  • Ein Zugang eines/r erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) liegt grundsätzlich vor, wenn eine Person im Berichtsmonat in den Bestand der Personengruppe der ELB wechselt. Der Status der Person ändert sich von „keine ELB“ auf „ELB“. Wechseln ELB das Jobcenter, wird unabhängig von einem Vor- bzw. Anschlussbezug von Leistungen nach dem SGB II jede Bewegung gezählt. Die Hilfebedürftigkeit ist auf Bundesebene zwar ggf. konstant, aber im Einflussbereich des jeweiligen Jobcenters findet eine Veränderung statt, weshalb diese Bewegung berücksichtigt wird.

    Bleiben ELB beim selben Jobcenter, werden ununterbrochene Anschlussbewilligungen von Ansprüchen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft nicht als Zugang gewertet. Ebenso führen kurzzeitige Unterbrechungen der Zeiten als ELB von bis zu sieben Tagen zu keinem Zugang, denn hierbei kann davon ausgegangen werden, dass es sich um prozessgesteuerte Bewegungen – aufgrund z. B. einer verspäteten Antragstellung bei Weiterbewilligungen – handelt. Wechseln ELB die Bedarfsgemeinschaft, verbleiben aber bei demselben Jobcenter, so zählt dies erst nach einer Unterbrechung von mehr als sieben Tagen als Zugang.