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Kennzahlen-Glossar

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  • Die Gewährung der Leistungen zum Lebensunterhalt im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist abhängig von der Bedürftigkeit der Bedarfsgemeinschaft (BG). Grundsätzlich müssen alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert mit Ausnahme bestimmter privilegierter Einnahmen (z. B. Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz) bei der Bedürftigkeitsprüfung berücksichtigt werden. Die Summe der in die Prüfung einfließenden Einkommen wird als zu berücksichtigendes Einkommen bezeichnet. Bei der Bedürftigkeitsprüfung bleiben bestimmte Einkommensteile unberücksichtigt, zudem werden bei bestimmten Einkommensarten Freibeträge gewährt. Das um diese Absetzungs- bzw. Freibeträge verminderte Einkommen wird als anrechenbares Einkommen bezeichnet. Die Summe aller anrechenbaren Einkommen der Personen in einer BG ergibt zusammen das anrechenbare Einkommen der BG. Dieses wiederum verteilt sich auf die Mitglieder der BGentsprechend der Bedarfsanteilsmethode (= angerechnetes Einkommen einer Person).

    Das angerechnete Einkommen einer Person, das die Bedarfe für Leistungen zur Sicherung des Lebensunter-haltes für den Leistungsberechtigten entsprechend mindert, berechnet sich demnach in mehreren Stufen:

    1. Summe aller Einkommen einer Person
      abzüglich privilegiertem Einkommen
    2. Zu berücksichtigendes Einkommen einer Person (= Bruttoeinkommen)
      abzüglich Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bzw. Betriebsausgaben bei Selbständigen
    3. Verfügbares Einkommen einer Person (= Nettoeinkommen)
      abzüglich gesetzlicher Freibeträge
    4. Anrechenbares Einkommen einer Person
      Summe aller anrechenbaren Einkommen der Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft
    5. Anrechenbares Einkommen der Bedarfsgemeinschaft
      Verteilung auf die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft nach der Bedarfsanteilsmethode
    6. Angerechnetes Einkommen einer Person
  • Kennzahlen und Ergänzungsgrößen sind relative Maßzahlen, die als Quotient aus einem Zähler und einem Nenner gebildet werden. Eine Kennzahl dient der Feststellung der Leistungsfähigkeit der Jobcenter.
    Ergänzungsgrößen dienen der ergänzenden Information und der Interpretation der Kennzahlenergebnisse. Ergänzungsgrößen können zudem Erklärungen für konkrete Kennzahlenergebnisse bieten.

  • Als erwerbsfähige Leistungsberechtigte gelten gem. § 7 SGB II Personen, die

    • das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a SGB II noch nicht erreicht haben,
    • erwerbsfähig sind,
    • hilfebedürftig sind und
    • ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben.

    Als erwerbsfähig gilt gem. § 8 SGB II, wer nicht durch Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

    Innerhalb der Grundsicherungsstatistik SGB II werden Personen nur dann als erwerbsfähige Leistungsberechtigte ausgewiesen, wenn sie Arbeitslosengeld II beziehen.