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Kennzahlen-Glossar

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  • Abgänge von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) liegen grundsätzlich vor, wenn ELB im Bezugsmonat den Bestand der ELB des Jobcenters verlassen. Dies ist der Fall, wenn sich für erwerbsfähige Leistungsberechtigte der Status von „ELB“ auf „keine ELB“ ändert. Wechseln ELB das Jobcenter, wird unabhängig von einem Vor- bzw. Anschlussbezug von Leistungen nach dem SGB II jede Bewegung gezählt. Die Hilfebedürftigkeit ist auf Bundesebene zwar ggf. konstant, aber im Einflussbereich des jeweiligen Jobcenters findet eine Veränderung statt, weshalb diese Bewegung berücksichtigt wird.

    Bleiben ELB beim selben Jobcenter, werden ununterbrochene Anschlussbewilligungen von Ansprüchen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft nicht als Abgang gewertet. Ebenso führen kurzzeitige Unterbrechungen der Zeiten als ELB von bis zu sieben Tagen zu keinem Abgang, denn hierbei kann davon ausgegangen werden, dass es sich um prozessgesteuerte Bewegungen – aufgrund z. B. einer verspäteten Antragstellung bei Weiterbewilligungen – handelt. Wechseln ELB die Bedarfsgemeinschaft, verbleiben aber beim selben Jobcenter, so zählt dies erst nach einer Unterbrechung von mehr als sieben Tagen als Abgang.

  • Abgänge aus dem Langzeitleistungsbezug sind alle Langzeitleistungsbeziehenden (LZB) zum Stichtag des Vor-monats, die zum Stichtag des aktuellen Monats keine LZB mehr sind. Es führen zwei Konstellationen zu einem Abgang aus dem Langzeitleistungsbezug:

    Abgänge aus dem Langzeitleistungsbezug sind alle LZB zum statistischen Stichtag des Vormonats, die zum Stichtag des aktuellen Monats
    1. nicht mehr erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) sind,
    2. innerhalb der vergangenen 730 Tagen weniger als 638 Tage bestandsrelevant als ELB waren.

    Zweiteres ist beispielweise der Fall, wenn eine Person zum Stichtag des Bezugsmonats gerade die Grenze zum Langzeitleistungsbezug von 21 Monaten in den letzten 24 Monaten überschritten hat und anschließend die Hilfebedürftigkeit um zwei Wochen unterbricht. Dies führt dazu, dass diese Person sich zum Stichtag des Folgemonats zwar wieder im LZB-Bestand befindet, aber durch die Verschiebung des 24-monatigen Betrachtungszeitraums um einen Monat auf den nächsten Stichtag und durch die zweiwöchige Unterbrechung nur noch eine Dauer von 20 Monaten und zwei Wochen aufweist und somit nicht mehr als LZBgilt.

    Auf diese Weise werden alle Abgänge aus dem Bestand der LZB zwischen zwei Stichtagen ermittelt. Durch den Vergleich der Bestände von zwei aufeinanderfolgenden Monaten im Hinblick auf die Bestandsrelevanz, die Erwerbsfähigkeit und den Langzeitleistungsbezug kann jede Person nur einmal in einem Monat den Langzeitleistungsbezug verlassen. Während nach dem statistischen Bewegungskonzept jeder Statuswechsel einer Person zwischen zwei Stichtagen von „im Bestand“ zu „nicht im Bestand“ – ggf. auch mehrfach – als Abgang gezählt wird, werden beim Bewegungskonzept für LZB lediglich Abgänge durch die Veränderung bestimmter Merkmale und den Vergleich von zwei Beständen ermittelt. Da die Dauer jobcenterübergreifend ermittelt wird, wird ein Jobcenterwechsel zwischen zwei Stichtagen nicht als Abgang beim ehemaligen und Zugang beim neuen Jobcenter gezählt, da hier effektiv kein Langzeitbezug beendet bzw. begonnen wurde.

  • Der Status „Alleinerziehend“ wird für erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus dem Merkmal „BG-Typ“ abgeleitet, welches die Personenkonstellation innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft (BG) abbildet. In einer Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaft lebt stets ein Elternteil allein mit mindestens einem minderjährigen (unverheirateten) Kind zusammen.

  • Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) können Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden, wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind.

    DenELB ist zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen; diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind entsprechend anzuwenden; für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften ELB nur wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

  • Arbeitslosengeld II (Alg II) ist eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB). Sie ist Bestandteil der Gesamtregelleistung.