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Kennzahlen-Glossar

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  • Langzeitleistungsbeziehende (LZB) sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren (§ 6 Abs. 1 RVO zu § 48a SGB II).

    Als LZB gelten Personen dann, wenn sie am statistischen Stichtag als ELB im SGB II-Bestand sind und zum Stichtag eine Verweildauer als ELB von mindestens 21 Monaten in den vergangenen 24 Monaten aufweisen. Hierzu werden vom Stichtag aus die vergangenen 24 Monate betrachtet, welche mit 730 Tagen definiert werden, da die Berechnung der Dauer tagesgenau erfolgt. Innerhalb dieses Betrachtungszeitraums werden alle bestandsrelevanten Zeiträume von Personen als ELB bedarfsgemeinschafts- und jobcenterübergreifend aufsummiert. Sich überschneidende Zeiträume werden einfach berücksichtigt, Unterbrechungs- und Ausschlussgrundzeiten nicht mitgezählt. Es handelt sich somit um die jobcenterübergreifende bisherige Netto-Gesamtdauer als ELB in den letzten 24 Monaten vom betrachteten Stichtag.

    Eine Person wird dann als LZB gezählt, wenn sie von den als Betrachtungszeitraum festgelegten 730 Tagen (per Definition 2 * 365 Tage) mindestens 638 Tage (per Definition 730 Tage / 24 Monate * 21 Monate) bestandsrelevant als ELB war, wobei der Stichtag mitgerechnet wird.

  • Langzeitleistungsbezug liegt vor, wenn Personen in den letzten 24 Monaten mindestens 21 Monate Leistungen als ELB bezogen haben. Näheres siehe Langzeitleistungsbeziehende.

  • Die Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung, die der Ergänzungsgröße „Veränderung der Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung“ zugrunde liegt, setzt sich aus den folgenden kommunal finanzierten Leistungen nach § 22 SGB II zusammen:

    • Leistungen für Unterkunft und Heizung (§ 22Abs. 1 SGB II)
    • Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbstgenutztem Wohneigentum (§ 22 Abs. 2 SGB II)
    • Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten sowie Mietkaution (§ 22 Abs. 6 SGB II)
    • Mietschulden (§ 22 Abs. 8 SGB II)
  • Die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt, die für die Kennzahl "Veränderung der Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne Leistungen für Unterkunft und Heizung)" ermittelt wird, setzt sich aus den folgenden vom Bund finanzierten Leistungsarten zusammen:

    • Arbeitslosengeld II-Regelbedarf (§ 20 SGB II)
    • Sozialgeld-Regelbedarf und Mehrbedarfe (§ 23 SGB II)
    • Mehrbedarfe (§ 21 SGB II)
    • Einmalleistungen (§ 24 Abs. 1 SGB II)

    Sozialversicherungsbeiträge und Zuschüsse zur Sozialversicherung (§ 26 SGB II) sind demnach nicht Bestandteil der Kennzahl, obwohl diese SGB II-Leistungen ebenfalls durch den Bund finanziert werden. Unberücksichtigt bleiben definitionsgemäß u. a.:

    • Krankenversicherung – Beiträge Pflichtversicherung
    • Krankenversicherung – Beiträge Zuschuss
    • Pflegeversicherung – Beiträge Pflichtversicherung
    • Pflegeversicherung – Beiträge Zuschuss
    • Zusatzbeitrag Krankenversicherung.