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3 Fragen an
Anke Jürgens

18. Juli 2016

Beauftragte für Chancengleichheit im Jobcenter Düsseldorf

Seit März 2016 ist Anke Jürgens Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) im Jobcenter Düsseldorf. Die Servicestelle SGB II hat mit Anke Jürgens gesprochen.

Porträtfoto von Anke Jürgens. Sie hat ein ovales Gesicht und blonde lange Haare.

Servicestelle SGB II: Frau Jürgens, Sie sind seit März 2016 BCA im Jobcenter Düsseldorf. Mit welchen Erwartungen haben Sie diese Stelle angetreten?

Anke Jürgens: Es war mir von vornherein klar, dass das kein Routinejob sein wird, bei dem jeder Tag wie der andere abläuft. Die Arbeit als BCA setzt sich ja aus vielen Einzeltätigkeiten zusammen: Außentermine in Arbeitskreisen und in Netzwerken, Beratungen von Kolleginnen und Kollegen, Abstimmungen mit der Geschäftsführung, Informationsveranstaltungen für Mütter und Väter, viele Telefonate und natürlich die konzeptionelle Arbeit. Ich wusste, dass hier eine große Portion Self-Leadership gefragt ist. Es ist wichtig, sich eigene Ziele und Strukturen zu geben.

Servicestelle SGB II: Was liegt Ihnen bei Ihrer Tätigkeit besonders am Herzen? Was ist Ihnen wichtig?

Anke Jürgens: Mir ist wirklich wichtig, dass die richtigen Informationen zu den richtigen Leuten kommen. Denn nur wer informiert ist und einen Überblick hat, kann zielgerichtete, tragfähige Entscheidungen treffen. Dazu zählt besonders, dass meine Kolleginnen und Kollegen elementare Informationen greifbar und präsent haben. Dazu gehört auch Transparenz. Dies beinhaltet auch, dass familienfreundliche Unternehmen bei uns in den Vermittlungsvorschlägen als solche sofort erkennbar sind. Wichtig ist auch, mit den Eltern von unter 3-jährigen Kindern rechtzeitig Strategien zu entwickeln, um ein gemeinsames Ziel zu schaffen und beispielsweise die richtige Form der Kinderbetreuung zu wählen. In meiner kurzen Amtszeit konnte ich bereits viele meiner Themen auf den Weg bringen. Am meisten jedoch liegt mir am Herzen, Menschen mit Familienverantwortung Mut zu machen, einen neuen Weg zu suchen und ihn dann auch zu gehen, um in absehbarer Zeit, so unabhängig wie nur möglich vom Jobcenter zu sein. Es lohnt sich, das eigene Schiff zu steuern. 

Servicestelle SGB II: Wenn Sie an die Zukunft denken, welche Vision haben Sie für Ihre Arbeit? Wohin soll für Sie das Schiff steuern?

Anke Jürgens: Mit Blick auf die Zukunft möchte ich sehen, dass Wege, die bisher holprig waren, glatter geworden sind. Es gibt Wegweiser an den richtigen Stellen, die Orientierung ist einfacher. Und freundliche Leute helfen einem, wenn die Zeiten schwer sind. Ich wünsche mir, dass Menschen, die es nicht so leicht hatten und auf das Jobcenter angewiesen waren, wieder auf eigenen Beinen stehen können. Denn es ist ein tolles Gefühl, in die Augen von Menschen zu sehen, die es geschafft haben.