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Jobcenter im Agenturbezirk Trier

15. Juli 2016

"Inklusionsinitiative Region Trier“ bietet individuelle Förderung für behinderte Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf

Logo des Jobcenters Trier
  • Schwerpunktthema Gesundheitsförderung, Integration in Arbeit, Rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit / Gemeinsame Anlaufstelle, Soziale Teilhabe
  • Zielgruppe Menschen mit Behinderung, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen

Das Unterstützungsangebot für schwerbehinderte Menschen findet im Rahmen der Inklusionsinitiative Trier statt. Ziel des Angebots ist, die beruflichen Teilhabechancen von Menschen mit schwerer Behinderung in der Region zu erhöhen. Das Angebot besteht aus einem Individualcoaching, das bis zu einem Jahr dauern kann. Hinzu kommen individuelle Module – beispielsweise für die persönliche Qualifizierung – sowie eine intensive Nachbetreuung für Teilnehmende und Betriebe, wenn ein neuer Job angetreten wird. Die Innovation des Projekts liegt in der rechtskreisübergreifenden Konzeptidee, welche die Regelkreise SGB II und SGB III umfasst.

Beteiligt sind neben der Agentur für Arbeit Trier eine Vielzahl an Jobcentern in der Region. Das heißt, das Programm wird im gesamten Bezirk Trier flächendeckend vorgehalten. Dafür werden von den Durchführungsträgern an vier Standorten Dienststellen mit geeigneten barrierefreien Räumlichkeiten und entsprechend qualifiziertem Personal bereitgestellt. Pro Jahr stehen 150 Teilnahmeplätze an vier Standorten zur Verfügung.

01.01.2015-31.12.2017

In der Region Trier beschäftigen fast 800 Unternehmen mehr als 3.000 schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die drei Durchführungsträger Caritasverband Trier e.V., Bürgerservice GmbH und SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste e.V. bieten seit vielen Jahren vielfältige Leistungen zur Verbesserung der beruflichen Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung an. Das Unterstützungsangebot, das im Rahmen der Inklusionsinitiative Trier durchgeführt wird, setzt an diesen Erfahrungen an.

Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der beruflichen Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung. Das Projekt dient der Verbesserung bzw. Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit sowie der Heranführung an den Beschäftigungsmarkt. Angestrebt wird die Vermittlung in eine Ausbildung oder ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Ein wichtiges qualitatives Ziel besteht darin, bei allen Teilnehmenden eine Vermittlungsaussicht innerhalb von 12 Monaten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen. Das Konzept ist bundesweit übertragbar.

Das Projekt richtet sich an Menschen, die eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz suchen, die schwerbehindert oder mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind und über zusätzliche Vermittlungshemmnisse verfügen.

Die Arbeitsagentur Trier, die vier als gemeinsame Einrichtungen organisierten Jobcenter im Arbeitsagenturbezirk Trier (Trier Stadt, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm) und das kommunale Jobcenter Daun (Optionskommune) und das kommunale Jobcenter Landkreis Vulkaneifel (zugelassener kommunaler Träger) treten gemeinsam als Projektträger auf. Die Federführung liegt bei der Arbeitsagentur Trier. Die Durchführung liegt bei den Trägern Caritasverband Trier e.V., Bürgerservice GmbH und SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste e.V.

Die inhaltliche Ausgestaltung des Angebotes für schwerbehinderte Menschen ist in Form eines intensiven Individualcoachings im Sinne eines ganzheitlichen Fallmanagements angelegt. Das bedeutet: Die Teilnehmenden erhalten ein intensives und auf ihre individuellen Bedarfe hin abgestimmtes Coaching sowie verschiedene abgestimmte Phasen und Module, die dem individuellen Bedarf der Menschen entsprechen.

Das Unterstützungsangebot mündet in einen persönlichen Förder- und Integrationsplan, mit dem die individuellen Herausforderungen der Menschen Schritt für Schritt abgebaut werden sollen. Die Zuweisung der Teilnehmenden in das Angebot erfolgt durch die Projektträger, d.h. durch die Arbeitsagentur Trier und die beteiligten Jobcenter. Die Zuweisungsdauer beträgt in der Regel zwölf Monate und kann im Einzelfall bedarfsorientiert verlängert werden. Potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen innerhalb einer Woche nach Kontaktaufnahme mit dem Durchführungsträger einen Termin für ein ausführliches Informationsgespräch. Nach Klärung der formalen Voraussetzungen, Unterschrift des Teilnahmevertrages und Zuweisung durch den Bedarfsträger erhalten die Teilnehmenden einen Termin für ein erstes ausführliches Gespräch.

Um eine dauerhafte Integration am neuen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz zu erreichen, umfasst das Projekt eine intensive Nachbetreuung der Teilnehmenden und der Betriebe. Viele der Bewerberinnen und Bewerber waren vor Aufnahme der Beschäftigung lange Zeit arbeitslos und müssen sich in der Regel erst wieder an die Anforderungen einer regelmäßigen Berufstätigkeit gewöhnen. Am neuen Arbeitsplatz bestehen gerade in der Anfangszeit Herausforderungen, auf die die Betroffenen vorbereitet werden müssen.

Für die Zuweisung in das Angebot sind die Projektträger verantwortlich, das heißt die Arbeitsagentur Trier und die beteiligten Jobcenter. Umsetzung und Betreuung hingegen sind Aufgabe der Durchführungspartner.