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Jobcenter Köln

13. Oktober 2016

Das Projekt „CHANCE+“ unterstützt Asylbewerber/-innen, geduldete und anerkannte Geflüchtete

Logo des Jobcenters Köln
  • Schwerpunktthema Coaching und Beratung, Integration in Arbeit
  • Zielgruppe Flüchtlinge / Asylbewerber/ Asylberechtigte

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Das Projekt „CHANCE+“ unterstützt Asylbewerber/-innen, geduldete und anerkannte Geflüchtete bei der Entwicklung und Umsetzung beruflicher Perspektiven – um ihnen so die Grundlage für den Aufbau einer neuen Existenz in Deutschland zu ermöglichen.

Seit Juli 2015 koordiniert das Jobcenter Köln das Netzwerk CHANCE+. Dabei handelt es sich um ein Projekt im Rahmen der ESF Integrationsrichtlinie Bund –Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“. In Köln ist es direkt am Integration Point des Jobcenters und der Agentur für Arbeit angesiedelt. Die enge Zusammenarbeit mit den lokalen (Arbeitsmarkt-) Akteuren ermöglicht, Menschen mit Fluchterfahrung gezielt zu unterstützen, Arbeitsangebote und Informationen zu bündeln sowie Qualifizierungen zur Integration in den Arbeitsmarkt optimal zu verzahnen.

01.07.2015 – 30.06.2019

Der insgesamt robuste Kölner Arbeitsmarkt profitiert von der stabilen Wirtschaftslage und guten Konjunktur. Die Arbeitslosenquote liegt im August 2016 bei 8,7 Prozent. Der Ausbildungsmarkt bietet genügend freie Stellen: So kommen auf jede Bewerberin/jeden Bewerber fast 1,5 freie Lehrstellen. Geflüchtete Menschen stellen in Köln 5,4 Prozent aller Arbeitssuchenden und 4,2 Prozent der arbeitslosen Menschen.

Ziel ist die stufenweise und langfristige Integration der Projektteilnehmer/-innen in den ersten Arbeitsmarkt. Dazu zählt auch die Vermittlung in Ausbildung und Schule.

Das Netzwerk CHANCE+ richtet sich an Asylbewerber/-innen, geflüchtete Menschen und geduldete Personen.

Chance+ ist ein Projektverbund bestehend aus sieben Teilprojekten: Jobcenter Köln, Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Caritasverband Düsseldorf e.V., Caritasverband für den Kreis Mettmann e.V., In VIA – Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit e.V., IB West gGmbH Arbeitsprojekt, Kölner Flüchtlingsrat e.V. für die Stadt Bonn.

Aufbauend auf zwei ESF-Vorgängerprogrammen setzt CHANCE+ die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt fort. Das Projekt arbeitet rechtskreisübergreifend (SGB II und SGB III). Es unterstützt Asylberwerber/-innen, geduldete und anerkannte Geflüchtete bei der Entwicklung und Umsetzung beruflicher Perspektiven - um ihnen so die Grundlage für den Aufbau einer neuen Existenz in Deutschland zu ermöglichen. Das Konzept beruht auf individueller Beratung und langfristig angelegter Begleitung der Menschen. CHANCE+ arbeitet mit allen relevanten regionalen und überregionalen (Arbeitsmarkt-)Akteuren zusammen. Dies ermöglicht, Arbeitsmarktangebote und Informationen effizient zu bündeln sowie Sprachkurse, Praktika und Qualifizierungen optimal miteinander zu verzahnen.

Eine weitere Säule des Projekts besteht in der Information und der Beratung von Arbeitgeber/-innen. Grundlage bildet eine enge Kooperation mit dem Gemeinsamen Arbeitgeberservice (AG-S) vom Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln. Außerdem bestehen Kooperationen mit den Agenturen und Jobcentern der beteiligten Städte sowie unter anderem mit den betreffenden Ausländerbehörden, Bildungsträgern und Sprachschulen.

Neben der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und der Beratung von Arbeitgebern kümmert sich das Netzwerk auch um die Schulung von Multiplikatoren. Dazu zählen neben dem Personal aus Behörden zum Beispiel Mitarbeiter/-innen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden sowie ehrenamtlich tätige Menschen oder Sozialarbeiter/-innen.

Das Netzwerk CHANCE+ wird vom Kölner Jobcenter koordiniert. Durch die Zusammenarbeit und durch den direkten Austausch der beteiligten Mitarbeiter/-innen von Jobcenter und Arbeitsagentur sowie der Kooperationspartner/-innen werden Synergien für das Gesamtprojekt erzielt. Daneben erleichtern kurze Wege und ein konzentrierter Informationsfluss die Beratung und Begleitung der Geflüchteten.

Das Projekt profitiert zum einen von den unterschiedlichen Kompetenzen der einzelnen Netzwerkpartner und zum anderen von der Nähe zum Integration Point und den angegliederten Dienstleistungsbereichen wie dem gemeinsamen Arbeitgeberservice oder der IQ-Anerkennungsberatungsstelle, die ebenfalls im Jobcenter Köln angesiedelt wurde. Damit gelangen Informationen auf kurzen Wegen zu allen am Integrationsprozess beteiligten Akteuren - und vor allem zu den Menschen, um die es geht. Diese müssen neben der Verarbeitung ihrer Flucht eine neue Sprache erlernen und sich erst einmal im Behördensystem zurechtfinden – durch die bereits jahrelange Zusammenarbeit der Teilprojekte verfügt das Netzwerk über viele Kompetenzen und gewachsene Strukturen. Eine entscheidende Besonderheit des Projekts ist, dass die Teilnehmenden intensiv betreut werden können auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt.