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Wirken Ein-Euro-Jobs langfristig?

6. April 2018

Üben Leistungsbeziehende einen Ein-Euro-Job aus, kann dies langfristig ihre Eingliederungschancen und Erwerbseinkommen erhöhen. Das hat eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben. Eine nachhaltige Integration hängt dabei maßgeblich vom jeweiligen Einsatzfeld ab. Für Frauen wirken sich vor allem Ein-Euro-Jobs in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Kinderbetreuung und Jugendhilfe positiv aus. Ein möglicher Grund dafür ist, dass sich die Beschäftigung in diesen Bereichen insgesamt sehr gut entwickelt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen aus Westdeutschland nach einem Ein-Euro-Job beschäftigt werden, steigt um 12,7 Prozent. Bei Frauen aus Ostdeutschland steigt sie um 4,6 Prozent, bei westdeutschen Männern um 3,3 Prozent. Das ergab der Vergleich mit einer Kontrollgruppe von Leistungsbeziehenden, die keinen Ein-Euro-Job ausüben.

Männer in Ostdeutschland hingegen erfahren negative Auswirkungen. Vor allem wenn sie im Umweltschutz, in der Landschaftspflege und in der Infrastrukturverbesserung tätig sind. Diese Bereiche werden in Ostdeutschland schon lange stark durch öffentliche Beschäftigung gefördert; deshalb entsteht kaum zusätzliche reguläre Arbeitsnachfrage.

Für die Studie betrachteten die Forscher sechs Jahre lang Leistungsbeziehende, die im zweiten Quartal 2007 einen Ein-Euro-Job begonnen hatten.

Mehr erfahren Sie in der Pressemitteilung. Die vollständige Studie lesen Sie hier.